MR 200 Endstufen-Suizid

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timundstruppi
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Re: MR 200 Endstufen-Suizid

Beitrag von timundstruppi » So 10. Jun 2018, 23:39

Aha, interessant.
Ist zwar kein normaler Betriebszustand, sollt er aber abkönnen.
Gerade der Elko muss erst auf UB/2 aufladen/entladen (Plopp beim E/A-Schalten).
Kann es sein, dass die Zwangsentladung der Netzelkos nicht I.O. Ist? Hier werden die NTElkos über einen extra Kontakt des Netzschalters und 47Ohm? zwangsentladen.

Der Schalter macht Problem, der Widerstand raucht ab und es plopt etwas mehr. Daher ist nach 1sec wohl undefinierter zerstörerischer Zustand vorliegend, wenn wieder eingeschaltet wird.

Kontrolliere mal.

timundstruppi
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Re: MR 200 Endstufen-Suizid

Beitrag von timundstruppi » Mo 11. Jun 2018, 08:59

Es kann sein, das habe ich beim XV reproduzierbar gehabt, dass der Einschaltstrom zu groß ist. Hier war der Längsregler immer beim Einschalten gestorben. Daher fehlten die Netzsiebung und er brummte ganz leicht. Ferner zerkochten die Leiterplatte, da die Versorgungsspannung eben ungeregelt höher war.
Alle meine Transen (CDIL glaube ich) hatten das Problem. Der Chip konnte den Impuls über die Dauer nicht ab. Billigteil.

War im alten Forum ein schöner Bericht.

Lösung am XV: größere Transistor, ist ja nur ein Emitterfolger
Gruß TW

bartolus
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Re: MR 200 Endstufen-Suizid

Beitrag von bartolus » Mi 13. Jun 2018, 10:03

Hallo zusammen,

sehr interessanter Fehler.
Ja. Der Entladewiderstand samt Schalter.

Evtl. sollte man mal die Kapazität aller relevanten Elkos prüfen. Vielleicht hat einer Kapazitätsverlust, sodass sich unter bestimmten Umständen ein Betriebszustand ergibt, der die Endstufe killt.

... ja, der Längsregler im XV5000 ... :-)

Gruß
Bernhard

Pollux
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Re: MR 200 Endstufen-Suizid

Beitrag von Pollux » Mi 13. Jun 2018, 15:05

Der Netzschalter ist es leider nicht, der Keramikwiderstand nebst Platine war auch unauffällig. Beide Kontaktpaare (26a/b und 27a/b) schalten durch, wenn der Netzschalter auf Aus steht, also alles so wie es sein soll.

Stichwort Spannungsregelung: Die Stromversorgung für die Endstufe ist ja ungeregelt, von der Sekundärwicklung geht es direkt zum Gleichrichter und zu den Siebkondensatoren und dann zur Endstufe. Die geregelte Spannung bekommen ja wohl nur die Vorstufe bzw. der Tuner. Den Tuner habe ich schon eine Weile weggelassen, der hängt also gar nicht mehr mit dran. Die Spannungen stimmen ja soweit auch alle. Wenn die Regeltransistoren defekt wären, müßten doch zu hohe Spannungswerte messbar sein, oder ?

Zu den Elkos: Kapazitätsmessung kann ich leider nicht machen, ich weiß nur, daß die Siebelkos und die Koppelelkos der Endstufe zumindest ohne "Last" keinen Kurzschluß haben. Sind aber alle neu (Markenware).

Ich werde die Endstufe jetzt erstmal wieder reparieren und dann mit Signalgenerator ein Signal einspeisen und mit dem Oszi gucken, was hinten davon rauskommt. Da ich leider keinen Oszi habe, muß ich dafür zu einem Bekannten. Vielleicht bringt es ja etwas.

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