Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

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wombel
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Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von wombel » Sa 2. Nov 2019, 02:14

Hallo Zusammen, meine Name ist Wolfgang, ich bin 50 Jahre alt und beschäftige mich seit meiner Scheidung im Jahr 2015 wieder intensiver mit Elektronik und Hifi-Technik. Dabei interessiere ich mich hauptsächlich für ältere Geräte von den 60ern bis in die 80er. Dies ist mein erster längerer Beitrag hier und mir fehlt noch etwas Übung beim schreiben. Also habt ein bisschen Nachsicht wenn es noch ein bisschen holprig oder chaotisch klingt :D. Bisher war ich hier und auch in anderen Foren hauptsächlich lesend unterwegs, nun möchte ich hier auch mal einen Beitrag bringen und hoffe das er anderen hilft.

1 Beschreibung des Gerätes
In diesem Beitrag geht es um die Prüfung und Instandsetzung eines Toplader Tapedecks der Firma Grundig. Es ist eines der Spitzenprodukte des Herstellers, der CN 1000 SuperHifi von ca. 1977.
Das Gerät hat ein aufwendiges Laufwerk mit einer Tipptastensteuerung und kräftigen Elektromagneten, die die mechanischen Vorgänge antreiben. Die Kapstan-Welle wird über eine große Schwungmasse mit einem Riemen vom Laufwerksmotor angetrieben, was für gute Gleichlaufwerte sorgt.
Weiterhin sind große übersichtliche Anzeigeinstrumente (VU-Meter) vorhanden, Schiebepegelregler für diverse Eingänge und eine diskret aufgebaute Dolby-B- Rauschunterdrückung.
Wie ich finde einen sehr interessanten Bericht zu diesem Gerät gibt es auch hier unter dem Thema "Der letzte seiner Art - Grundig CN-1000 http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=2104.0

2 Erste Tests
Ich habe das Gerät am Netz angeschlossen und eingeschaltet. Ein Messinstrument und der Laufwerksschacht sind beleuchtet. Ein Instrument bleibt dunkel, hier ist vermutlich das Birnchen defekt. An den Bedientasten und der Bandsortenanzeige leuchtet keine der LEDs und das Laufwerk reagiert auf keinerlei Bedienung der Tipptasten. Hier scheint schon mal eine Versorgungsspannung für die Steuerlogik zu fehlen, vermutlich +D mit 5,1 V.
Abbildung 1: Schaltplanauszug vom Netzteil des CN 1000
Abbildung 1: Schaltplanauszug vom Netzteil des CN 1000

Eine Messung ergibt, dass die Sicherung Si 802 1,25 Ampére Träge (rot markiert in Abbildung 1) defekt ist, die ich leider nicht da habe und bestellen muss. Dadurch fehlt auch wie vermutet die Stromversorgung +D (5,1 Volt) für die Bandsortenanzeige (LEDs) und die Logiksteuerung.

3 Fehlersuche
Bis die Sicherung eintrifft zerlege ich schon einmal das Gerät und überprüfe das Netzteil. Das Gerät zeigt sich sehr servicefreundlich, nachdem ich die Schrauben auf der Unterseite gelöst habe, den Deckel des Kasettenfachs nach vorne und denn Cueing-Hebel abgezogen habe, lässt sich die Gehäuseoberseite noch oben ziehen und nach hinten kippen. Der Verbindungsstecker M für die Anzeigen im Deckel muss noch abgezogen werden, dann lässt sich der Deckel komplett zur Seite legen.
Abbildung 2: CN1000 mit geöffnetem Oberteil
Abbildung 2: CN1000 mit geöffnetem Oberteil

Die Elektronik lässt sich nach oben klappen, wenn die Rastnase (rote markiert in Abbildung 2) dafür nach hinten gedrückt wird und man kommt recht gut an die Netzteilplatine im hinteren Bereich, links vom Netztrafo heran.

3.1 Reparatur des Netzteils
Die Platine für die Netzspannungsumschaltung muss etwas nach oben gezogen werden, bis die Steckverbindung zur Netzteilplatine getrennt ist. Die vorderen Stecker der Netzteilplatine markieren und abziehen, die Platine mit dem Kühlblech dann nach vorne herausziehen und entnehmen.
IMG_3926_Spannungswaehler.jpeg
Abbildung 3: Spannungswähler nach oben und Netzteil raus
Abbildung 3: Spannungswähler nach oben und Netzteil raus

An der Netzteilplatine habe ich dann einige Messungen vorgenommen, bei denen mir aufgefallen ist, das hinter dem Gleichrichter G601 für C+ (11,5 V) und D+ (5,1 V) ein Kurzschluss besteht. Jetzt kann der Gleichrichter selbst, der Siebelko oder ein anderes Bauteil diesen Kurzschluss verursachen. Als erstes habe ich den Elko C804 mit 4700 μF/20 Volt im Verdacht und löte diesen zur genaueren Messung aus der Platine aus. Die nachfolgende
Messung zeigt dann auch einen vollständigen Kurzschluss dieses Elkos, was ich bisher auch noch nicht hatte. Eine Messung der weiteren Komponenten ergibt keine weiteren verdächtigen Bauteile. Die Transistoren scheinen ok zu sein. Ich beschließe die anderen Elkos ebenfalls auszutauschen auch wenn diese bisher ok aussehen.
IMG_3932_Netzteilseparat.jpeg
Abbildung 4: Die Netzteilplatine und Messung am Elko (C804, 4700 µF)
Abbildung 4: Die Netzteilplatine und Messung am Elko (C804, 4700 µF)



Die ausgebauten Elkos habe ich dann noch mit einem kleinen chinesischen Bauteiltester überprüft
Abbildung 5: Messung Elko C801 470 μF
Abbildung 5: Messung Elko C801 470 μF

Das ergibt dann folgende Werte:
  • C804, 4700 μF: Kurzschluss, defekt!
  • C803, 1000 μF: 953 μF, ESR 3,1 Ω, Vloss 1,4%
  • C801, 470 μF: 601 μF, ESR 0,53 Ω, Vloss 0,9%
Hier noch eine kleine Übersicht zu den Elkos im Netzteil (wie erstellt man hier Tabellen?)

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Elko Wert  Spg  Ø     Höhe
     (μF)  (V) (mm)   (mm)
C804 4700  20   25    40,1
C803 1000  63   21    42
C801  470  35   16,2  25
Der 1000 μF Elko sieht schon ziemlich grenzwertig aus und sollte besser getauscht werden. Der 470 μF Elko sieht eigentlich noch ganz OK aus.

Die zwei großen alten Elkos haben vier Anschlussbeine, dreimal Masse am Ring und + in der Mitte. An den Elkos sind Kontaktringe angepunktet, die man sehr leicht mit einem Schraubendreher abhebeln kann. An diese nun losen Ringe löte ich dann den Massekontakt der neuen Elkos an, so dass der +-Pol durch die Mitte des Ringes geht, da die neuen Elkos einiges kleiner sind als die Originalen. Verwendet habe ich Panasonic FC mit 105°C,
die jetzt wieder viele Jahre halten werden.
Abbildung 6a: Massering  von alten Elkos abtrennen
Abbildung 6a: Massering von alten Elkos abtrennen
Abbildung 6b: Die Masseringe für die neuen Elkos übernehmen
Abbildung 6b: Die Masseringe für die neuen Elkos übernehmen

Das Netzteil mit den neuen Elkos ist dann in Abbildung 7 zu sehen. Es kann dann in umgekehrter Reihenfolge wieder eingebaut werden.
Abbildung 7: Netzteil mit neuen Elkos
Abbildung 7: Netzteil mit neuen Elkos

Das wäre es dann erstmal gewesen, das Netzteil funktioniert wieder, die Sicherung fliegt nicht mehr raus. Demnächst soll es dann mit der Revision weiter gehen. Vermutlich tausch weiterer Kondensatoren im NF-Teil, ein paar Messungen und Abgleich des Gerätes.


Ich hoffe meine Ausführungen waren einigermaßen verständlich, Kommentare sind gerne willkommen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten und sich zu Hause an die Wand hängen... :lol:

Viele Grüße
Wolfgang

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Tom
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von Tom » Sa 2. Nov 2019, 07:47

Hallo Wolfgang,

klasse Reparaturbericht, danke für die vorbildlich ausführliche und detailgetreue Dokumentation Deiner Arbeitsschritte!

Ich habe auch noch so ein zumindest revisionsbedürftiges CN 1000, das zwar äußerlich sehr gut erhalten ist, aber leider einen abgebrochenen Schieberegler hat. Dieser irreparable Schaden hat mich bislang davon abgehalten, zu viel Liebe in das Deck zu investieren, das damals aber kindheitstraumbedingt eines der ersten war, das bei mir Einzug gehalten hat. Ich denke, dass ich mich jetzt an Deine Fortschritte hängen werde, um mir meines dann jetzt doch endlich auch vorzuknöpfen - die Tage werden schließlich eh gerade grauer, kälter und kürzer :-)

Zum Inhalt: Einen defekten Netzteilelko dieser Größe (Kapazität) hatte ich tatsächlich auch noch nicht. Bei den Revox B-XXX-Geräten sitzen ebenfalls viele der "gesockelten" Frakos oder Rödersteins im Netzteil und sind (nach langer Standzeit) auch oft defekt, es handelt sich dabei aber zumeist eher um mittlere Kapazitätswerte. Mir ist witzigerweise auch noch nie aufgefallen, dass man den Sockelring (so einfach) demontieren kann ... werde das zukünftig wohl auch so machen!

In jedem Fall freue ich mich auf Deine weiteren Reparatur- / Revisionsschritte!

Schöne Grüße
Thomas

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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von mampfi » Sa 2. Nov 2019, 09:02

Hallo Wolfgang,
sauberer Bericht, meine Hochachtung.

Ich möchte Dich nicht demotivieren, ganz im Gegenteil. Der Dreh und Angelpunkt am CN 1000 ist der Tonkopf.
Dieser ist häufig verschlissen. Will man das Gerät wieder in Stand setzen, braucht man möglichst einen Kopf mit den gleichen Parametern wie der Originale, damit dieser zur verbauten Schaltung passt.
Außerdem braucht man Test und Einstellcassetten um die Pararameter überprüfen, bzw. einstellen zu können.
Und da ist der CN 1000 wie im Bilderbuch ausgestattet. Praktisch jeder einzelne Parameter der 3 Bandsorten mit insgesamt 12 oder 15 Trimmer lassen sich einstellen. (So genau weiß ich das jetzt auch nicht auswendig.)
Unter dem rechten Bandwickel ist eine Filzkupplung die überarbeitet werden muß, damit der Bandzug gleichmäßig ist. Dabei muß man auf den sehr fragilen Kommutator aufpassen.

Ansonsten ist das Ergebnis halt, wie es ist. Das alles sollte man sich nebenbei im Kopf behalten.
Da die Ansprüche natürlich auch individuell sind, muß das jeder für sich entscheiden auf welchen Stand man das CN1000 nach einer Revision bringen will.

Ich habe noch ein Schlachtgerät, kann euch beiden also sowohl mit Know-How und Teilen unterstützen.

Einfach melden, wenn was gebraucht wird.

Gruß
2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder 4Spur Autoreverse. Mit drahtloser Fernbedienung, Dolby, Burr Brown OP-Amp Ausgang. Und jetzt neu: Die VU Meter zeigen das Hinterbandsignal an.Täglich im Wohnzimmer in Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig A5000, Grundig ST 6000, TS 1000 und Grundig CF5500-2 an Canton Plus E Subwoofersystem. Im Esszimmer: Grundig V5000, Grundig T5000, grundig CF 5500 und Grundig CF 5500-2. In der Elektronikwerkstatt: Grundig V 5000, Tuner T6500 und Revox B77/HS. In der mech. Werkstatt: Grundig SV2000.

Grundig forever :D

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timundstruppi
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von timundstruppi » Sa 2. Nov 2019, 09:21


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wombel
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von wombel » Sa 2. Nov 2019, 13:22

Hallo,

vielen Dank für eure Kommentare. Ich habe den Bericht extra etwas ausführlicher gemacht, da ich gesehen habe, dass in der Bucht häufig Geräte angeboten werden, wo die 5 Volt zu fehlen scheinen. Das scheint ein häufiger Fehler zu sein und es ist doch schade so ein schönes Gerät nur wegen eines defekten Elkos zu verschrotten.
CN 1000 Frontansicht
CN 1000 Frontansicht

Den Tonkopf werde ich mir auf jeden Fall noch ansehen, dafür Ersatz zu bekommen ist sicher auch nicht so einfach. Testkassetten habe ich leider auch keine, da muss ich wohl mal in der Bucht schauen. Mampfi vielleicht hast du ein paar Vorschläge was man da so braucht an Messkassetten? Meine Erfahrung im Abgleich von Cassettendecks ist da nicht sehr groß. An der Messtechnik wird es nicht scheitern, ein Osci, Frequenzzähler, Generatoren ist alles vorhanden. Ein Wow and Flutter Messgerät nun gerade nicht, aber das lässt sich sicher über Lissajou-Figuren erledigen.

Ich habe gerade mal ein Foto vom Tonkopf gemacht (für das Makroobjektiv sollte ich besser ein Stativ nehmen, da wird es sicher schärfer ;))
Ich finde, dass er noch ganz gut aussieht mit nur wenig Abnutzung, wie seht ihr das (soweit erkennbar)?
CN 1000 Tonkopf
CN 1000 Tonkopf

timundstruppi vielen Dank für den Link. Diese Tabelle zu den ESR-Werten habe ich schon mal gesehen. Danach wäre der 1000 µF Elko wirklich nicht mehr fit mit seinen 3,1 Ω ESR. Üblicherweise sind oft gerade die kleinen Elkos/Tantals zu ersetzen, alles bis 4,7 µF ersetze ich durch Wima MKS4 und darüber gegen gute AL-Elkos. Evtl. auch gegen aktuelle Tantals, je nachdem ob Koppel- oder Siebelko. Tantals möchte ich nur ungerne im SIgnalweg haben.

Bis mein Bericht hier weiter geht, kann es eine Weile dauern, da es mir auch ein wenig an Zeit mangelt. Aber ich möchte gerne noch weitere Berichte erstellen, in meiner Signatur steht ja noch einiges an älteren pflegebedürftigen Geräten, da ist noch viel Stoff vorhanden.
Zur Zeit habe ich einen sehr zerschranzten RTV650 hier offen stehen, bei dem musste ich erst zwei Schrauben aufbohren um das Chassis heraus zu bekommen, die Platinen sind total versifft, der hat wohl lange in einem feuchten Keller gestanden. Der ist jetzt erstmal Übungsobjekt auch für die Reinigung, da ich noch einen zweiten habe.

Viele Grüße
Wolfgang
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von wombel » Sa 2. Nov 2019, 14:29

Oh und sorry, ich sehe gerade ich bin in der falschen Rubrik gelandet. Das kommt daher, weil ich den ganzen Abend das Manual vom C 8800 gescannt habe, mit Henkel :).
Kann den Thread bitte jemand nach Cassettenrecorder 70er Jahre verschieben?

Gruß
Wolfgang
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von mampfi » Sa 2. Nov 2019, 19:18

Hallo Wolfgang,
Du brauchst mindestens 3 Cassetten
Eine Pegelcassette. Am besten mit 250nWb/m Magnetisierung
Eine Azimuth Cassette 10kHz meist mit -20dB unter 250nWb/m aufgenommen
Eine W&F Cassette meist mit 3150Hz -10dB aufgenommen zur Geschwindigkeitseinstellung und W&F Beurteilung.
Nach einem Tonkopftausch brauchst Du eine Bandlauf Einstelllehre (Ultra teuer)

Noch ein Wort zu Deinem Tonkopf. Ich meine oben eine Einschliffkante zu erkennen.
Das würde beuten daß der Tonkopf mit 90%Wahrscheinlichkeit verschlissen ist.
Eindeutig zu erkennen ist der Verschleiß beim Einmessen wenn kein Pegel ordentlich stabil ist.
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von timundstruppi » Sa 2. Nov 2019, 20:59

Ist da nicht die Vergussmasse ausgelaufen.
Habe gerade eine Schrottanlage vom Dachboden geholt (Plastikschrott)
Hier war der Löschkopf ausgelaufen...

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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von wombel » So 3. Nov 2019, 14:43

Da muss ich mal im Keller suchen. Ich meine ich hatte noch eine Pegelkassette mit 250 nWb/m die zu einem High-Com Bausatz gehörte. Hättest du von den anderen Kassetten noch welche Abzugeben oder sollte ich da eher in der Bucht schauen?
Ich habe auch noch einen guten Kenwood KX1100HX mit dem ich mir Kassetten anfertigen könnte, aber ob der nach 20 Jahren noch 100% steht weiß ich natürlich auch nicht.

Im Kopf ist oben eine sehr kleine Einkerbung zu sehen, das hätte ich jetzt nicht als dramatischen Verchleiß gewertet. Ich bin nicht sicher, ob das viel ist, das müsste man wohl mit einer Testkassette ausmessen (10 kHz ?).
Vergussmasse ist aus den Köpfen keine ausgelaufen, da so gut wie nicht vorhanden, wenn dann vielleicht ein bisschen transparente Masse. Das habe ich auch bei alten Tonköpfen noch nicht gesehen, nur bei sehr alten Papierkondensatoren in Röhrenradios :D.
IMG_4693_Tonköpfe_von_hinten.jpeg

Gestern Nachmittag habe ich noch ein schönes Schnäppchen gemacht, einen RTV 1020 in weiß für 30,-€ mit der dazu passenden TI 1-1974 inkl. SP. Leider ist wie üblich der Lautstärkeknopf abgebrochen und fehlt und bei zwei Zeigerinstrumenten hat sich wohl der Zeiger vom Messwerk gelöst.
Die TI 1-1974 habe ich direkt mal gescant zusammen mit der TI 4-1974 (RTV 1040) die ich hier selbst noch habe und habe die Scans unter "Downloads" abgelegt. Außerdem habe ich noch einige andere Scans (SV85, TM320, C8800 und K+H VS55) auch im DL-Bereich abgelegt. Ich hoffe das der ein oder andere User damit etwas anfangen kann.

Viele Grüße
Wolfgang
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Re: Reparatur eines Grundig CN 1000, Netzteil

Beitrag von mampfi » So 3. Nov 2019, 18:26

Wenn du die HighCom Cassette noch findest, die hätte 200nWb/m.
In Ebay werden ab und günstige, brauchbare Meßcassetten angeboten.
Ansonsten neu bei Gennlab Neuseeland.

Meßcasseten müssen Vollspur aufgenommen sein. Selbstgemachte 4spur Cassetten sind Murks.
Meine Meßcassetten verleihe ich nicht, da bitte ich um Verständnis.

Ich kann Dir aber dein CN1000 kostenlos einmessen, wenn du ihn mir zuschickst.
Und wenn Du bei Ebay den Tonkopf für 8 Euro nimmst, könnte sowas ähnliches wie in diesem Beitrag herauskommen.
viewtopic.php?f=47&t=252

...und ganz nebenbei habe ich diesen Beitrag noch ins passende Forum verschoben.
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