Grundig FineArts T1000

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Tom
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Grundig FineArts T1000

Beitrag von Tom » Mo 3. Jun 2019, 21:33

Ich bitte um Nachsicht, dass ich dieses Forum hier ein klein wenig "missbrauchen" muss ...

Der Hintergrund ist der, dass nebenan im Saba-Forum eifrig über verschiedene Grundig- / FineArts-Tuner diskutiert wird, u.a. hier: http://saba-forum.dl2jas.com/index.php/ ... -im-Bunde/

Ein Thema ist darin der FineArts T1000, der ein absolut famoses Gerät ist, ausgestattet u.a. mit dem sehr hochwertigen Demodulator LA3450. Beklagt wird in der Diskussion, dasss es kaum Informationen und auch keine Innenansichten dieses Tuners gibt. Als Besitzer eines FineArts T1000 wollte ich mich dort registrieren und dann gern etwas mehr Licht ins Dunkle bringen, aber irgendwie sind Registrierungen bei denen zur Zeit nicht möglich.

Nun denn, in erster Linie ist es eh ein Grundig- und kein Saba-Gerät, insofern sind die Bilder, die ihn zeigen, sicher hier auch nicht völlig fehl am Platz. Falls jemand Bekannte im Saba-Forum hat, kann er ja auf diesen Thread hinweisen.

Fakt ist jedenfalls, dass es sich bei dem T1000 um einen eigenständigen Tuner handelt, der trotz der Namensübereinstimmung kein in zwei Geräte getrennter FineArts R1000 ist (also als V1000 und T1000).

Ebenfalls fantastisch ist übrigens der zugehörige CD1000. Er hat zwei mal den TDA1547 (DAC7). Selbst die Studer Profi-CD-Player D730 und D731 hatten nur je einen davon.


Grundig FineArts t1000 innen.jpg
Grundig FineArts t1000 Empfangsteil.jpg
Grundig FineArts t1000 technische Daten.jpg

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mampfi
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Re: Grundig FineArts T1000

Beitrag von mampfi » Di 4. Jun 2019, 07:37

Hallo Tom,
ich weiß natürlich schon, daß es im Saba Forum eine aktive Grundig Gruppe gibt. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, daß es jahrelang gar kein Grundig Forum gab. Ist dort nicht auch der ehemalige Grundig Tuner Papst aktiv, der diesen Tuner sogar konstruiert hat?
Um so mehr freut es mich natürlich daß Du den Weg ins Grundig Forum gefunden hast.

Da ich mit Fine Arts bisher nichts am Hut hatte und im Moment auch nicht habe, kann ich relativ neutral einen Senf dazu abgeben.

Der T1000 stammt aus der FineArts Serie der 2.Generation. Diese ist mit den Geräten aus der A Serie zumindest haptisch nicht zu vergleichen.
Auch hängt diesen Geräten, im Gegensatz zu den Geräten der "A" Serie schon wieder ein Hauch von Biederkeit und Durchschnittlichkeit an. Was aber nicht heißt daß dort einfache bzw. minderwertige Elektronik verbaut wurde.

Der Sanyo Demodulator LA3450 hatte wirklich einen sehr guten Ruf. Es ist erstaunlich welche Schritte die Entwicklung der integrierten Schaltkreise damals (Mitte der 80er) genommen hat. Deshalb gehe ich davon aus, daß man diesen Chip schon damals zu sehr erträglichen Kosten bekommen konnte und Grundig ihn einsetzte ohne die Herstellkosten zu sprengen.
Und um so verwunderlicher ist es, daß er nicht gleich auch von anderen Herstellern eingesetzt wurde. Für mich genau so erstaunlich ist, daß Grundig die Technischen Daten des T1000 am Minimum des Datenblattes des LA 3450 orientierte. Das war halt noch Ehrlichkeit.
Dank dieses Demodulators ist der FineArts T1000 in ein paar wenigen Details, sogar etwas besser als der T5000 aus der 100mm Serie. Und das bei halbem Gewicht und im Vergleich zum T5000 mit (fast) "leerem" Gehäuse.
2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder 4Spur Autoreverse. Mit drahtloser Fernbedienung, Dolby, Burr Brown OP-Amp Ausgang. Und jetzt neu: Die VU Meter zeigen das Hinterbandsignal an.Täglich im Wohnzimmer in Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig A5000, Grundig ST 6000, TS 1000 und Grundig CF5500-2 an Canton Plus E Subwoofersystem. Im Esszimmer: Grundig V5000, Grundig T5000, grundig CF 5500 und Grundig CF 5500-2. In der Elektronikwerkstatt: Grundig V 5000, Tuner T6500 und Revox B77/HS. In der mech. Werkstatt: Grundig SV2000.

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Re: Grundig FineArts T1000

Beitrag von timundstruppi » Di 4. Jun 2019, 07:42

Ich habe Reinhard (Oldiefan) mal angemailt.
Letzte Woche war ich beim Oldiefan der Nähe, aber zu kurzfristig und auch durch Stau erst ganz spät im Hotel.
Sonst hätte ich ihn vielleicht wieder mal besucht...

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Tom
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Re: Grundig FineArts T1000

Beitrag von Tom » Di 4. Jun 2019, 09:37

Ja, dort diskutiert tatsächlich Hans M. Knoll mit, und das gibt dem Austausch natürlich eine fachliche Tiefe, die wirklich Spaß macht.

Diese FineArts-Generation der 1990er hat mich tatsächlich auch nie interessiert. Der äußere Eindruck war von der Wertigkeit der 100-mm-Serie derart weit entfernt, dass das Thema Grundig zu dem Zeitpunkt für mich praktisch erledigt war. Inbesondere die FineArts-Geräte mit ein- oder zweistelligen Modellnummern fand ich in dieser Hinsicht absolut enttäuschend.

Irgendetwas muss das Produktmanagement dann aber bewegt haben, doch noch dieses FineArts-Segment mit der 1000er Bezeichnung herauszubringen - und hier steckt meiner Meinung nach der ein oder andere Wolf im Schafspelz. Denn zumindest technisch sind sie dem "Billig-FineArts" deutlich überlegen (eingeschränkt natürlich mit Blick auf den R bzw. V1000 DPL). Leider sind die 1000er erstens ebenso billig verpackt und verarbeitet wie die X/XX-Serien, und zweitens hat man es wohl unterlassen oder doch mindestens verpasst, die Geräte in der Fachpresse bekannt(er) zu machen. Zur Ehrenrettung könnte man sagen, dass es immerhin Metallfronten gibt und die Geräte im Wohnzimmer dann doch nicht sooo billig wirken wie auf Fotos.

Danke in jedem Fall für die Nachricht an den »Oldiefan«!

Begefügt habe ich jetzt nochmal die Schaltpläne des FineArts-T1000-Empfangsteils. Falls sie woanders besser aufgehoben sind – bitte einfach Bescheid sagen.


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Re: Grundig FineArts T1000

Beitrag von mampfi » Di 4. Jun 2019, 10:32

Tom hat geschrieben:
Di 4. Jun 2019, 09:37
Ja, dort diskutiert tatsächlich Hans M. Knoll mit, und das gibt dem Austausch natürlich eine fachliche Tiefe, die wirklich Spaß macht.
Freut mich. Dann aber bitte Transistoren nicht als Transen bezeichnen, bzw. keine Bezeichnungen für sonstige elektronische Bauteile wählen, die Spielraum für eine andere Bedeutung im vulgären Sprachgebrauch einräumen.

Sind die Schaltpläne abphotographiert? Ansonsten die Schaltpläne als Scan einfach hier in den Downloadbereich hochladen.
2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder 4Spur Autoreverse. Mit drahtloser Fernbedienung, Dolby, Burr Brown OP-Amp Ausgang. Und jetzt neu: Die VU Meter zeigen das Hinterbandsignal an.Täglich im Wohnzimmer in Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig A5000, Grundig ST 6000, TS 1000 und Grundig CF5500-2 an Canton Plus E Subwoofersystem. Im Esszimmer: Grundig V5000, Grundig T5000, grundig CF 5500 und Grundig CF 5500-2. In der Elektronikwerkstatt: Grundig V 5000, Tuner T6500 und Revox B77/HS. In der mech. Werkstatt: Grundig SV2000.

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