Innenleben V3 vs. V4

Moderator: timundstruppi

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Tom
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Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von Tom »

Der Vollverstärker FineArts V4 scheint eher selten verkauft worden zu sein, zumindest tauchen Berichte (auch zum Thema Probleme / Defekte) darüber kaum auf. Umso mehr hat mich interessiert, was ihn denn vom V3 unterscheidet. Es gibt natürlich beide Service Manuale zum Download, daraus wird schnell ersichtlich, dass Grundig keine zwei eigenständigen Verstärker entwickelt hat – die Unterschiede sind bis hin zur Bestückung der Endstufensektion absolut marginal. Eigentlich ist nur die Versorgungsspannung höher: 49,5 V statt 46 V, was dann die höhere max. Ausgangsleistung des V4 ergibt. Sogar die Kapazität der Siebelkos ist gleich (10.000 µF).

Deshalb hat mich sehr interessiert, was davon im Innenleben der beiden Verstärker zu sehen ist. Tatsächlich ist es nicht viel – außer dem doch erheblich größeren Trafo im V4. Aber seht selbst ;-)

Kennt eigentlich jemand die damaligen Verkaufspreise der Geräte? Wie groß war da der Unterschied zwischen beiden Modellen?

Grundig FineArts V3 innen.jpg
Grundig FineArts V4 innen.jpg
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timundstruppi
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von timundstruppi »

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Tom
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von Tom »

Den Innenaufbau findest Du hässlich? Mir ging es eher um technische Aspekte, aber vielleicht kann man hier ja auch eine Rubrik "Geschmacksfragen" einrichten ;-)

Die Hifi-Wiki-Artikel habe ich natürlich längst gesehen, aber wie glaubwürdig ist es denn, dass beide 600 DM gekostet haben sollen? Was wäre das für eine Preispolitik – nach dem Prinzip Harakiri? Übrigens stand der FineArts CD 1000 mit dem Doppelnetzteil und den beiden TDA1547 ("DAC7") auch lang mit dem Preischild DM 2000 in Hifi-Wiki, was ja ebenfalls Quatsch war und erst neulich auf 1000 DM korrigiert wurde. Seitdem glaube ich nicht mehr viel von dem was da steht.
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mampfi
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von mampfi »

Sind die eigentlich diskret aufgebaut? Oder mit SDK's?
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timundstruppi
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von timundstruppi »

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mampfi
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von mampfi »

Habe nachgeschaut. Die Endstufen sind diskret aufbebaut.
Der Unterschied V3 vs. V4 scheint ähnlich zu sein wie bei V5k vs. A5k.

Optisch gefällt mir die kleine FineArts Serie auch nicht. Die große Serie mit den klassischen Fronten, dagegen schon.
Vor kurzem konnte ich an einen CT 905 Hand anlegen. Seltsam wegen den weggesparten Tongeneratoren.
Ansonsten aber gar nicht soooo schlecht.
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timundstruppi
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von timundstruppi »

Wenn man sich reinzoomt in die Bilder, dann sieht man die Beinchen und ECB Beschriftung an der LTP.

Es gab doch welche mit SDKs?
MGL_IR3
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von MGL_IR3 »

Hallo miteinander :-)

Der V2/V3/V4 sind meiner Meinung nach ein sehr schöner und diskret aufgebaute Verstärker.

Der V2 besitzt eine ganz klassische Gegentakt-Endstufe mit BC-/BD-Transistoren, also komplett ohne Verstärker-ICs oder STK-Hybride. Vom Aufbau und vom Konzept her ist der V2 noch eher ein klassischer Grundig-Verstärker, wie man ihn aus dieser Zeit kennt – leider allerdings mit Darlington-Transistoren in der Endstufe.

Der V3/V4 besitzen dagegen etwas, das damals schon eher Luxus war: ein getrenntes Netzteil mit eigenem Trafo für die Endstufe sowie für die Vorstufe und die übrigen Module. Auch bei den Eingangsstufen wurde sehr aufwendig gearbeitet. Dort kommen Puffer bzw. Impedanzwandler zum Einsatz, und zwischen den einzelnen Kanälen befindet sich zusätzlich ein Abschirmblech. Insgesamt ist das wirklich ein sehr feiner und durchdachter Aufbau. Mein FA A-905 ist vom Aufbau den V3/4 eher unterlegen.

Auch von den technischen Daten her sind alle drei Verstärker sehr gut aufgestellt. Den V1 lasse ich an dieser Stelle einmal außen vor, da er eher als günstigeres Einstiegsgerät konzipiert war.

Was mir besonders gefällt, dass bei allen drei Geräten sowohl bei der technischen Entwicklung als auch beim mechanischen Aufbau sehr viel Wert auf Qualität gelegt wurde. Die massive Aluminium-Frontplatte, die schweren Drehknöpfe und die insgesamt sehr solide Konstruktion vermitteln einfach einen hochwertigen Eindruck.... wurde ja praktisch in Franken Entwickelt und in Braga gebaut.

Auch das Design gefällt mir persönlich ausgesprochen gut. Der V3/T6/CD3 steht bei mir direkt neben meiner FineArts-Klassik-Anlage – und optisch passt das meiner Meinung nach hervorragend zusammen. 🙂
MGL_IR3
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von MGL_IR3 »

timundstruppi hat geschrieben: So 24. Nov 2024, 10:51 Wenn man sich reinzoomt in die Bilder, dann sieht man die Beinchen und ECB Beschriftung an der LTP.

Es gab doch welche mit SDKs?5

Die erste FineArts-Serie (Schwarz /Silberne Fronten ohne Holz) war komplett ohne STK- bzw. Hybridbausteine aufgebaut. Die STK-Hybride kamen meines Wissens erst bei Geräten wie dem FineArts A-903V sowie den Grundig-Modellen 5500, 5200, V8400, V303, 101 usw. zum Einsatz.

Die zweite bzw. dritte FineArts-Serie mit den Modellen V14, V21 und V23 kenne ich dagegen nicht mehr aus eigener Erfahrung. Bei dieser Serie soll technisch wohl einiges abgespeckt worden sein. Dadurch hat sie offenbar auch den Ruf der späteren „schwarzen/silbernen“ FineArts-Serie mitgeprägt bzw. teilweise ruiniert. Häufig werden diese Geräte leider pauschal mit der gesamten FineArts-Serie gleichgesetzt, obwohl die frühen "Schwarzen" Geräte meiner Meinung nach technisch und konstruktiv deutlich anders einzuordnen sind.
MaxG
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Re: Innenleben V3 vs. V4

Beitrag von MaxG »

Kann zu 100% zustimmen. Das Philips und später FineArts-Design ist zum Weglaufen. Mein Vater hatte den V4. Der powerte nicht schlecht. Aber wie gesagt, das Auge isst mit.
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